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„Man nennt mich Tihar, Tihar LeNuit.“ Er sah auf Yuka.
„Die Kleine heißt Yuka. Sie ist eine Waise und hat ihre Eltern auf tragische Weise verloren. Ich bin ihre letzte Hoffnung.“
Tihar gab sich alle Mühe den beinahe unmöglichen Anforderungen des Fremden gerecht zu werden, auch wenn seine Stimme nicht unbedingt zu jemandem passte, der sich öfter gern elternlosen Welpen annahm um sie zu pflegen, viel mehr hatte seine Stimme etwas Dominierendes, Durchdringendes, Unsterbliches, Raues und Männliches, aber das war schlicht Gewohnheit. Es lag ihm nicht, mit honigsüßer Stimme zu betteln, dass man ihm doch bitte etwas Nahrung geben mochte. |
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Traurig hob Zita den Kopf.
Hatte sie gegen irgendeine Regel der Natur verstoßen? Warum nahm man ihr plötzlich, Schritt für Schritt alle diejenigen die ihr Wichtig waren, etwas Bedeuteten?
Schwerfällig erhob sie sich. Larka konnte sie nicht mehr retten. Der Schnee bedeckte sie bereits, verbarg sie, sanft aber für immer.
„Leb wohl, Larka…“
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Ein dumpfes Grollen wurde laut, das rasch zu einem wüsten Knurren wurde. Der mächtige Tihar, der geschwächt und erschöpft am anderen Flussufer stand und es immer noch wagte, befehlshaberisch Antworten einzufordern. Beinahe musste man ihn dafür bewundern, aber nur beinahe. Betteln sollte er! Auf eine perverse Art bereitete ihr das Ganze sogar Freude – vielleicht hatte sie Tihar doch ein klein wenig vermisst.
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Von Zweifeln begleitet senkte sie ihren Kopf, nachdem sie unmittelbar vor seiner Schnauze angehalten hatte. Ihre weichen Ohren zuckten wenn Schneeflocken in ihr Inneres fielen. Ihre Rute hing schlaff und müde herab, doch ihre Hoffnung war lebendig. Takatas schwarze Nase war feucht und ein Zeichen dafür, dass sie weit entfernt davon war, zu sterben, noch. Langsam führte sie ihre Schnauze näher an das graue, zerzauste Fell dieser abgemagerten, elenden Kreatur. Ihr warmer Atem bewegte die dünnen Fellhaare leicht, als sie nur noch wenige Zentimeter entfernt waren. Die Nase der Weißen brauchte keinen Augenblick mehr und sie hatte das graue Fell Pilgrims so sacht berührt wie der Flügelschlag eines Schmetterlings die Luft zur Seite drängte. Nur langsam und von einer inneren Ruhe begleitet setzte sie vorsichtig auf dem Fell auf, ohne jedoch den eigentlichen Körper zu berühren. Sie hielt ihren Atem an. Der Moment der Berührung war also schon von Beginn an auf ein Minimum begrenzt. Doch während dieser wenigen Sekunden versuchte sie eine Bindung zwischen ihr und ihm zu finden, eine Wärme, die durch ihrer beider Körper ging und sich austauschte, ein Aufleuchten der Hoffnung wie eine Sternschnuppe, wenn sie in die Atmosphäre eindrang.
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